Freddie
ein Hauch von Leben im nassen Gras
Ein Hase in Not
Es war ein kühler Morgen nach vielen Regentagen, als zwei Freundinnen mit ihren Hunden über die Feldwege liefen. Zwischen nassem Gras und umgewehten Zweigen entdeckten sie eine kleine, durchnässte Gestalt. Ein junger Wildhase lag dort. Regungslos, kaum zu erkennen, völlig ungeschützt am Feldrand. Zum Glück waren die beiden Hunde angeleint und wurden für den kleinen Hasen nicht zur Gefahr.
Normalerweise brauchen junge Feldhasen keine Hilfe. Sie sind Nestflüchter, sitzen allein am Feldrand, während die Mutter sie mehrmals täglich versorgt. Bei diesem kleinen Hasen war jedoch schnell klar, dass etwas nicht stimmt. Freddie war stark unterkühlt, das Fell klebte an seinem Körper, ein Auge war verklebt. Und dann entdeckten die Frauen Fliegeneier im Fell: ein deutliches Warnsignal. Ohne schnelle Hilfe hätte Freddie nicht überlebt.

Ankommen und stabilisiert werden
Freddie wurde sofort zu uns gebracht. Wir wärmten ihn vorsichtig auf, gaben spezielle Hasenmilch und ließen ihm die Ruhe, die er dringend brauchte. Anfangs war er sehr schwach. Doch nach und nach wurde sein Blick wacher, seine Haltung stabiler, seine Atmung ruhiger. Man konnte spüren, wie er Schritt für Schritt zurück ins Leben fand.
Wachsen und wild bleiben
Schon bald durfte Freddie zu anderen Junghasen in eine große Auswilderungsvoliere umziehen. Dort lernte er wieder, was ein wilder Hase können muss: sich schnell verstecken, aufmerksam reagieren, Gefahren wahrnehmen und Abstand zu Menschen halten.
Nur wenn ein Wildtier seine natürliche Scheu behält, hat es draußen wirklich eine Chance.

„Viele junge Feldhasen brauchen keine Hilfe. Wichtig ist, genau hinzusehen und im Zweifel erst kurz nachzufragen, bevor man ein Tier mitnimmt. Bei Freddie waren Unterkühlung und Fliegeneier so eindeutig, dass die schnelle Hilfe genau im richtigen Moment kam.“
– Lena, Vorsitzende und Gründerin der Natur- und Wildtierfreunde e. V.
Zurück
ins Leben
Einige Wochen später war Freddie bereit für die Freiheit. Das Wetter war stabil, er war kräftig, aufmerksam und zeigte ein natürliches Verhalten. Wir brachten ihn in ein ruhiges Gebiet, fern von Straßen und Störungen. Mit einem kräftigen Sprung verschwand er im schützenden Grün. Ein stiller Moment, der viel bedeutet.
Warum
Freddies
Geschichte
wichtig ist
Vielleicht begegnest du eines Tages einem Feldhasen am frühen Morgen. Manchmal sitzt er einfach nur da und ruht. Manchmal ist er wirklich in Not. Wer genau hinschaut und im Zweifel kurz Rücksprache mit Fachleuten hält, kann die richtige Entscheidung treffen und so wirklich Leben schützen.
Unsere
Hasengäste
Woran erkenntst du hilfsbedürftige Wildhasen?
Wildhasen sind Nestflüchter. Sie kommen mit Fell und offenen Augen zur Welt und sitzen oft scheinbar allein im Feld oder Gras. Die Mutter kommt ein- bis zweimal am Tag zum Säugen.
Aber es gibt klare Ausnahmen, bei denen menschliche Hilfe notwendig ist:
- Apathie: Das Tier wirkt teilnahmslos, reagiert auf Annäherung oder Berührung nicht mit Flucht. Womöglich ist das Tiere bereits unterkühlt und durchnässt. Hier ist eine Untersuchung notwendig.
- Verletzungen: Blut, Schleifen der Hinterläufe, Schwellungen, offene Wunden – alles Anzeichen für einen Notfall.
- Fliegeneier oder Maden: Immer ein Notfall! Sofortige tierärztliche Versorgung nötig.
- Totes Muttertier in der Nähe: Wenn die Häsin tot aufgefunden wurde und ein Jungtier in der Umgebung liegt. Es wird sich kaum allein versorgen können und benötigt menschliche Hilfe.
Erste Sicherung des Tieres
Wenn du sicher bist, dass ein junger Hase in Not ist:
- Nicht zögern: Zeit ist entscheidend, vor allem bei Madenbefall oder Unterkühlung.
- Mit Tuch oder Handschuh aufnehmen: Das schützt dich und auch den Hasen.
- In eine kleine Box setzen: Mit einem Handtuch auslegen, ruhig und dunkel halten.
Was man dann tun sollte:
- Sofort eine Wildtierstation aufsuchen.
- Bei Verletzungen einen Tierarzt mit Wildtiererfahrung kontaktieren.
- Fundort merken: Für eine spätere, ortsnahe Auswilderung.
Was man NICHT tun sollte:
- Kein Futter oder Wasser anbieten: Falsche Nahrung oder Wasser können unter Umständen lebensgefährlich sein.
- Keine Kuhmilch geben: Leider schwirrt dies immer noch als Irrtum umher. Sie führt zu Durchfall, Blähungen und oft zum Tod.
- Nicht selbst aufziehen: Ohne Fachkenntnisse drohen Fehlprägung und Verhaltensstörungen. Damit sind Wildtiere nicht mehr tauglich für ein Leben in Freiheit.
- Nicht einfach aus- oder umsetzen: Auch ein Umsetzen an einen ruhigeren Ort bei oben genannten Anzeichen hilft dem Tier nicht. Ein geschwächtes Tier ist draußen sofort verloren.
Deine Patenschaft
macht den
Unterschied
Damit Feldhasen wie Freddie eine Chance auf Wärme, Pflege und einen sicheren Weg zurück in die Freiheit bekommen, brauchen wir Unterstützung. Mit einer Patenschaft hilfst du, Futter, Pflege und die tierärztliche Betreuung für Feldhasen wie Freddie zu sichern.
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