Hazel
Kleine Kämpferin
Wenn
ein Sturz
alles
verändert
Eichhörnchen zählen zu den bekanntesten Wildtieren in unseren Parks und Gärten. Die ersten Wochen ihres Lebens verbringen die Jungen gut geschützt im Kobel – warm, sicher und versorgt von ihrer Mutter. Doch starker Wind, Stürme, Baumfällungen oder Angriffe durch Krähen oder Katzen können dazu führen, dass ein Jungtier herausfällt oder der Kobel zerstört wird. Am Boden haben die Kleinen keine Chance zu überleben: Sie kühlen schnell aus, finden keine Nahrung und sind schutzlos gegenüber Feinden.

Ein
zarter
Beginn
An einem warmen Frühlingstag wurde ein winziges Fellbündel zu uns gebracht: Hazel. Ein Eichhörnchen-Baby, das aus dem Kobel gefallen war. Ihre Augen waren kaum geöffnet, das Fell noch dünn. Allein hätte sie draußen keine Chance gehabt.
Von Anfang an war klar: Hazel braucht unsere volle Unterstützung.
Helfen,
pflegen,
dranbleiben
In den ersten Tagen blieb sie im warmen Inkubator, damit sie nicht auskühlte. Mehrmals täglich bekam sie Ersatzmilch über eine spezielle Spritze. Auch beim Entleeren ihrer Blase mussten wir helfen – Aufgaben, die normalerweise ihre Mutter übernommen hätte.
Jede Mahlzeit und jeder kleine Fortschritt waren ein Stück Überleben. Mit der Zeit wurde Hazel kräftiger. Sie begann neugierig ihr Gehege zu erkunden und entdeckte bald ihre Leidenschaft fürs Nüsseknacken. Ein wichtiger Schritt in Richtung Selbstständigkeit.


Kleine
Entdeckerin
Mit jedem Tag wuchs Hazels Selbstvertrauen. Aus dem wackeligen Baby wurde ein flinkes, neugieriges Eichhörnchen. Sie übte das Klettern, wagte erste Sprünge und lernte, sich schnell zu verstecken.
Besondere
Momente
In unserer Auswilderungsvoliere konnte sie gemeinsam mit anderen Eichhörnchen genau das trainieren, was sie später draußen braucht: springen, klettern, beobachten, ausweichen.
Jeder Tag brachte neue kleine Wunder: Hazel, die mutig von Ast zu Ast sprang. Hazel, die geschickt eine Nuss knackte. Hazel, die neugierig alles erkundete. Ihre Lebensfreude zeigte uns, wie viel Kraft in diesem kleinen Wesen steckt.

Der Schritt
zurück in
die Freiheit
An einem sonnigen Sommermorgen war es so weit: Hazel durfte die Voliere verlassen. Nach kurzem Zögern sprang sie in den nächsten Baum – frei, sicher, selbstständig.
In den folgenden Tagen konnten wir sie noch öfter beobachten. Sie kletterte, suchte Nüsse, erkundete ihr Revier. Alles in ihrem eigenen Tempo.
Ein
kleiner Sieg
für die Natur
Hazel ist zurück in ihrem Zuhause: der Freiheit. Aus einem hilflosen Baby wurde ein starkes Eichhörnchen. Solche Momente zeigen, wie wertvoll und schützenswert unsere heimische Tierwelt ist.
„Wenn ein Tier zurück in die Natur findet, wissen wir: Keine Minute war umsonst.
Für ein Leben zu kämpfen lohnt sich immer – egal, wie klein es ist“– Lena, Vorsitzende und Gründerin der Natur- und Wildtierfreunde e. V.
Hazel & ihre Eichhörnchen-
Freunde
Woran erkennt man
hilfsbedürftige
Eichhörnchen?
Eichhörnchen wirken flink, doch manchmal brauchen die kleinen Kletterkünstler unsere Hilfe. Nicht jedes Tier, das am Boden sitzt, ist gleich in Not. Es ist wichtig, genau hinzusehen, um richtig zu handeln.
Typische Anzeichen sind:
- Jungtier allein und / oder orientierungslos: kleine, unbehaarte Eichhörnchen ohne Mutter in der Umgebung. Sie haben kaum eine Chance zu überleben.
- Kontaktaufnahme zum Menschen: Eichhörnchen, die auf Menschen zulaufen oder ihnen nachlaufen. Sie suchen dringend Hilfe.
- Schwäche oder Apathie: Das Eichhörnchen ist kraftlos, bewegt sich kaum oder wirkt sogar apathisch. Das ist nicht normal und muss untersucht werden.
- Unterkühlung: Das Eichhörnchen ist zusammengekauert, hat aufgestelltes Fell und fühlt sich kalt an. Es muss dringend gewärmt und gepäppelt werden.
- Offensichtliche Verletzungen: Das Eichhörnchen hat z. B. Blutungen, gebrochene Gliedmaßen oder offene Wunden. Es kann sein, dass es von einer Katze oder anderen Wildtieren angegriffen wurde. Es benötigt dringend medizinische Versorgung.
Erste Sicherung des Tieres:
Wenn ein Eichhörnchen Hilfe braucht, sollte man es möglichst behutsam sichern und den Kreislauf nicht unnötig zusätzlich belasten.
- Handschuhe oder Tuch verwenden: Das schützt das Eichhörnchen aber auch dich.
- Tier vorsichtig aufnehmen: Du kannst das Eichhörnchen in ein weiches, sicheres Behältnis setzen (z. B. Karton mit Luftlöchern, ausgelegt mit einem Handtuch). Achte darauf, dass es nicht wieder entwischen kann.
- Warmhalten: Du kannst zum Beispiel eine mit warmem Wasser gefüllte Flasche in ein Tuch einwickeln und es als Wärmequelle nutzen. Achte bei Wärmflaschen oder Ähnlichem unbedingt darauf, dass es nicht zu heiß ist.
- Ruhige Umgebung: Eichhörnchen sind sehr empfindlich und schnell gestresst. Meist sind die Fundumstände und die Sicherung schon stressig genug. Achte darauf, dass es keinem Lärm ausgesetzt ist, keine weiteren Tiere in der Umgebung sind und, so sehr man auch möchte, nicht jeder ständig das Tier anschaut oder begutachtet.
Was man dann tun sollte:
- Schnellstmöglich eine Wildtierauffangstation kontaktieren.
- Tierarzt oder Tiernotdienst informieren, wenn es Verletzungen hat.
- Fundort merken, falls eine Auswilderung in der Nähe notwendig wird.
Was man NICHT tun sollte:
- Kein Futter anbieten und auch kein Wasser, das Eichhörnchen sollte umgehend einer fachkundigen Person zur Einschätzung des Zustandes übergeben werden.
- Erst recht keine Kuhmilch geben. Sie ist für Eichhörnchen gefährlich und führt oft zu starken Verdauungsbeschwerden oder sogar zum Tod.
- Keine Selbstversuche. Das Eichhörnchen sollte in keinem Fall selbst aufgezogen werden. Leider kursieren im Internet oftmals falsche Informationen und die Gefahr einer Mangelernährung oder Fehlprägung ist enorm hoch. Das Tier ist damit Wildbahnuntauglich und wird vermutlich nicht überleben.
- Nicht wieder aussetzen. Das Eichhörnchen hat bei oben genannten Anzeichen keine Chance zum Überleben. „Die Natur regelt das schon“ ist an dieser Stelle leider eine falsche Annahme.
Deine Patenschaft
macht den
Unterschied
Damit unsere Eichhörnchen weiterhin sicher und gut versorgt bei uns leben können, brauchen wir deine Unterstützung. Mit einer Eichhörnchen-Patenschaft sicherst du Futter, Pflege und tierärztliche Betreuung für unsere kleinen Schützlinge und wirst Teil ihrer Geschichten, wie die von Hazel, die ihre zweite Chance bekam.
Du möchtest wissen, wie eine Patenschaft genau abläuft?
Auf unserer Patenschaftsseite findest du alle Infos zu Laufzeit, Zahlung und Ablauf auf einen Blick.
Patenschaftsformular
Du möchtest eine Patenschaft für Eichhörnchen übernehmen? Wunderbar!
Trage einfach deine Daten in das Formular ein. Wir bestätigen deine Patenschaft schnellstmöglich per E-Mail.
Deine Patenschaftsurkunde schicken wir dir nach Eingang der ersten Zahlung per Post. Falls du die Urkunde für einen besonderen Anlass früher brauchst, schreib uns einfach kurz an patenschaften@natur-wildtierfreunde.de
Mit dem Absenden dieses Formulars verarbeiten wir deine personenbezogenen Daten zur Bearbeitung deines Patenschaftsantrags und zur Durchführung der Patenschaft beim Natur- und Wildtierfreunde e. V. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b und lit. c DSGVO.
Weitere Informationen zur Datenverarbeitung findest du in unserer Datenschutzerklärung.