Michel
kleiner Schelm
Straßenkatzen in Deutschland
Hunderttausende Katzen leben in Deutschland ohne Zuhause auf der Straße. Viele sind krank, unterernährt oder verletzt. Das Problem wächst rasant: Schon mit sechs Monaten sind Katzen geschlechtsreif, und weibliche Tiere können mehrmals im Jahr Nachwuchs bekommen. Auch unkastrierte Freigänger tragen dazu bei, dass ständig neue Streuner geboren werden.
Straßenkatzen haben es schwer, ihre Lebenserwartung liegt oft nur bei zwei bis fünf Jahren. Viele Katzen sterben sogar bereits im Kittenalter.
Nur eine flächendeckende Kastrationspflicht und regelmäßige Kastrationsaktionen können dieses Leid langfristig verringern. Daher unser dringender Appell: Lasst eure Katzen kastrieren! Das gilt nicht nur für Freigänger, auch Wohnungskatzen können entwischen und so ungewollt zur Vermehrung beitragen.

Katzen und
Artenschutz
Katzen jagen Mäuse, manchmal auch Vögel oder andere kleine Tiere. Ein Verhalten, das tief in jeder Katze verankert ist. Das sorgt für Konflikte im Artenschutz, denn besonders bei hoher Katzendichte geraten einzelne Wildtierarten unter Druck.
Doch Katzen sind längst nicht die größte Gefahr für Wildtiere. Sie stoßen gegen Glasscheiben, kollidieren mit Autos oder verlieren ihren Lebensraum durch Bebauung und intensive Landwirtschaft. Zum Vergleich:
- Über 100 Millionen Vögel sterben jedes Jahr in Deutschland durch Glasflächen.
- Rund 200.000 Wildtiere verunglücken jährlich im Straßenverkehr.
- Katzen erbeuten im Schnitt 20–40 Tiere pro Jahr, vor allem Mäuse.
Der Blick aufs Ganze zeigt: Der Umgang mit Katzen ist wichtig, aber er ist nur ein Teil unserer Verantwortung für die Natur.
Star
des Vereins
Auch bei uns lebt ein ehemaliges Straßenkitten: Kater Michel. Als winziges Kätzchen – gerade vier bis fünf Wochen alt – wurde er ohne Mutter gefunden. Abgemagert, krank und hilflos. Wie so viele Straßenkatzen hätte er ohne Hilfe kaum überlebt.
Wir haben ihn aufgepäppelt, geimpft und kastriert. Heute ist Michel gesund und festes Mitglied unserer Tiergemeinschaft.

„Aus einem Straßenkitten wurde unser größtes Schlitzohr. Immer mittendrin, immer ein Highlight. Einfach immer typisch Michel.“
– Lena, Vorsitzende und Gründerin der Natur- und Wildtierfreunde e. V.

Schlitzohr vom Vereinsgelände
Michel ist neugierig, verspielt und immer mittendrin. Wenn Schulklassen zu Besuch kommen, dauert es keine zehn Minuten, bis er da ist. Er ist immer das Highlight, rollt sich auf den Boden, streicht um die Beine der Kinder und fordert geradezu zum Spielen auf.
Auch mit den anderen Tieren interagiert er aktiv. Er legt sich mitten auf die Wiese zwischen die größeren Tiere, mit vollstem Vertrauen. Ob kleine Lämmer oder große Alpakas: Michel lässt sich ausgiebig von anderen Tieren mit der Nase „bekraulen“ und beschnuppern, was er mit geschlossenen Augen sichtlich genießt. Neben seiner Verspieltheit ist er nämlich auch ein großer Schmuser. Nachts schläft er am liebsten auf dem Kopfkissen, nah bei seinen Menschen, oder entspannt vor dem warmen Kamin. Er weiß genau, wo er ein gemütliches Plätzchen findet und wie er an seine Schmuseeinheiten kommt: Ein echtes Schlitzohr, das alle kennen und niemand missen möchte.
Zwischen Freiheit und Verantwortung
Michel liebt die Freiheit draußen, einsperren lässt er sich nicht. Uns ist klar: Auch Michel jagt. Doch für ihn war der Weg nach draußen die einzige Lösung. Wir mussten lernen, verantwortungsvoll damit umzugehen und Kompromisse zu finden.

Verantwortung
für jedes Leben
Katzen sind Haustiere, aber auch fühlende Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen. Wir Menschen haben sie domestiziert, also tragen wir für sie Verantwortung.
Verantwortung übernehmen heißt für uns: eine Haltung, die sich am Tier orientiert. Nicht jede Katze braucht Freigang. Viele sind als Wohnungskatzen mit gesichertem Balkon oder Garten zufrieden. Doch Katzen wie Michel wären ohne Freigang nicht glücklich. Bei ihm mussten wir uns darauf einlassen und ihm die Zeit draußen ermöglichen.
Jede Katze, jedes Tier ist einzigartig und jedes Tier, das bei uns lebt, soll das bestmögliche Leben führen.
Chef auf
Samtpfoten
Deine Patenschaft
macht den
Unterschied
Straßenkatzen wie Michel brauchen Fürsorge, Sicherheit und medizinische Versorgung. Mit deiner Patenschaft für Michel sicherst du für ihn Futter, Pflege und Tierarztkosten und wirst Teil seiner Geschichte.
Du möchtest wissen, wie eine Patenschaft genau abläuft?
Auf unserer Patenschaftsseite findest du alle Infos zu Laufzeit, Zahlung und Ablauf auf einen Blick.
Patenschafts-
formular
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Trage einfach deine Daten in das Formular ein. Wir bestätigen deine Patenschaft schnellstmöglich per E-Mail.
Deine Patenschaftsurkunde erhältst du nach Eingang der ersten Zahlung per Mail. Benötigst du die Urkunde für einen besonderen Anlass früher oder möchtest du sie zusätzlich ausgedruckt per Post erhalten, schreib uns einfach an patenschaften@natur-wildtierfreunde.de.
Mit dem Absenden dieses Formulars verarbeiten wir deine personenbezogenen Daten zur Bearbeitung deines Patenschaftsantrags und zur Durchführung der Patenschaft beim Natur- und Wildtierfreunde e. V. Die Verarbeitung erfolgt auf Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b und lit. c DSGVO.
Weitere Informationen zur Datenverarbeitung findest du in unserer Datenschutzerklärung.